Software für die
Automatisierung

Jede Behörde bearbeitet täglich wiederkehrende Aufgaben. Anträge gehen ein, Mitarbeitende sortieren Dokumente, leiten sie weiter und beantworten sie. Diese Routine kostet Zeit, und Zeit ist knapp. Software für die Automatisierung nimmt genau diese Arbeit ab. Sie übernimmt wiederkehrende Schritte, senkt die Fehlerquote und schafft Freiraum für die eigentlichen Fachaufgaben.

Dieser Beitrag ordnet das Thema ein. Er zeigt, welche Arten von Automatisierungssoftware es gibt, warum No-Code-Tools den einfachsten Einstieg bieten und worauf die öffentliche Verwaltung bei der Auswahl achten sollte. 

Was ist Software für die Automatisierung?

Software für die Automatisierung führt Aufgaben und Arbeitsabläufe selbstständig aus. Sie ersetzt manuelle Schritte durch klar definierte Regeln. Der Nutzen zeigt sich schnell. Die Bearbeitung läuft zügiger, die Zahl der Fehler sinkt, und die Mitarbeitenden gewinnen Zeit für wertschöpfende Tätigkeiten. 

Die Bandbreite reicht weit. Sie umfasst einzelne, einfache Aufgaben ebenso wie ganze Geschäftsgänge. Für zusammenhängende Abläufe hat sich der Begriff Prozessautomatisierung etabliert. Wie sich komplette Geschäftsgänge automatisieren lassen, vertieft der Beitrag zur Automatisierung von Prozessen und Geschäftsgängen. 

Automatisierung von Prozessen und Geschäftsgängen

Jede Behörde lebt von ihren Abläufen. Anträge gehen ein, Vorlagen und Mappen wandern von Schreibtisch zu Schreibtisch, und Entscheidungen brauchen Unterschriften. Die Automatisierung von Geschäftsprozessen macht aus diesen Laufwegen selbststeuernde und nachvollziehbare Workflows. Der Geschäftsgang bleibt derselbe, er läuft nur schneller und transparenter. Dieser Beitrag beginnt mit den Grundlagen. Danach betrachtet er den Geschäftsgang im Detail, zeigt den Weg vom Papier zum digitalen Workflow und erklärt, wie Fachbereiche ihre Abläufe ohne Programmierung automatisieren.

Zum Beitrag „Automatisierung von Geschäftsprozessen“

Welche Arten von Automatisierungssoftware gibt es?

Der Markt bietet mehrere Kategorien. Jede Kategorie löst eine eigene Aufgabe. Ein kurzer Überblick hilft bei der Einordnung. 

No-Code- und Low-Code-Plattformen 

No-Code bedeutet Automatisieren ohne Programmierung. Anwender bauen ihre Abläufe über eine visuelle Oberfläche per Drag and Drop zusammen. 

Low-Code arbeitet ebenfalls visuell, lässt aber zusätzlich eigenen Programmcode zu. Damit richtet es sich stärker an die IT. 

RPA, Robotic Process Automation 

RPA setzt Softwareroboter ein. Diese Roboter übernehmen regelbasierte, wiederkehrende Klickaufgaben. 

RPA eignet sich besonders für ältere Systeme ohne moderne Schnittstelle. 

BPM und Workflow-Automatisierung 

BPM steht für Business Process Management. Es modelliert und steuert ganze Prozesse von Anfang bis Ende. 

Die grafische Sprache dafür heißt BPMN. Sie bildet auch menschliche Aufgaben wie Prüfung und Freigabe ab. 

iPaaS und Integrationsplattformen 

iPaaS verbindet verschiedene Anwendungen und Datenquellen über Schnittstellen. So fließen Daten zwischen Systemen, die vorher getrennt liefen. 

Tabelle 1: Kategorien von Automatisierungssoftware im Überblick
Kategorie Was sie leistet Typischer Einsatz Programmierung nötig?
No-Code Abläufe visuell zusammenstellen Fachbereiche automatisieren selbst nein
Low-Code Visuell plus eigener Code anspruchsvollere Anwendungen teilweise
RPA Regelbasierte Klickaufgaben durch Roboter Altsysteme ohne Schnittstelle teilweise
BPM Ganze Prozesse modellieren und steuern komplexe End-to-End-Abläufe teilweise
iPaaS Systeme über Schnittstellen verbinden Datenaustausch zwischen Anwendungen teilweise

No-Code-Tools: Automatisierung ohne Programmierung

Ein No-Code-Tool bietet den niedrigsten Einstieg. Fachbereiche automatisieren ihre Abläufe selbst und warten nicht auf die Entwicklung. 

Die Funktionsweise bleibt einfach. Vorgefertigte Bausteine ergeben per Drag and Drop einen Ablauf. Fachleute aus dem jeweiligen Bereich gestalten den Prozess. Man nennt sie Citizen Developer. Die Vorteile liegen klar auf der Hand. Die Umsetzung geht schnell, die IT gewinnt Freiraum, und die Abhängigkeit von externen Entwicklern sinkt. Die Abläufe bleiben transparent und nachvollziehbar. 

No-Code macht Fachwissen jedoch nicht überflüssig. Wer Prozesse sauber gestalten will, braucht ein gutes Verständnis der eigenen Abläufe. Für Anbindung, Test und Betrieb unterstützt zudem oft die IT. Damit ein No-Code-Tool im Alltag trägt, braucht es klare Regeln. Die Behörde legt fest, wer Prozesse baut, wer sie testet und freigibt und wer sie pflegt. Diese Governance entscheidet über den Erfolg. 

Automatisierungssoftware in der öffentlichen Verwaltung

Kaum ein Bereich kann so stark von Automatisierung profitieren, wie die öffentliche Verwaltung. Der Personalmangel treibt das Thema am stärksten. Dem öffentlichen Dienst fehlen rund 570.000 Beschäftigte.  

Das Onlinezugangsgesetz erhöht den Druck zusätzlich. Es verpflichtet Verwaltungen, ihre Leistungen digital und medienbruchfrei anzubieten. Viele Behörden arbeiten außerdem mit zahlreichen Fachverfahren. Zwischen diesen Systemen entstehen Medienbrüche, die Zeit kosten. Automatisierung ersetzt dabei keine Stellen. Sie sichert den Betrieb, wenn Stellen unbesetzt bleiben, und entlastet die vorhandenen Mitarbeitenden. 

Wie künstliche Intelligenz diese Abläufe zusätzlich unterstützt, zeigt der Beitrag zur Automatisierung mit KI. Den Gesamtüberblick bietet die Themenseite zu KI und Automatisierung in der öffentlichen Verwaltung. 

Automatisierung mit KI

Die klassische Automatisierung erreicht ihre Grenzen, sobald eine Software Texte, E-Mails und Dokumente verstehen soll. Die KI-Automatisierung schließt diese Lücke. Sie ergänzt feste Regeln um Verstehen und Entscheidungsvorbereitung und verarbeitet auch unstrukturierte Informationen. Dieser Beitrag grenzt die Begriffe ab, erklärt die intelligente Prozessautomatisierung, zeigt Anwendungsfälle in der Verwaltung und benennt die wichtigsten Kriterien für den sicheren Einsatz.

Zum Beitrag „KI-Automatisierung“

Überblick: KI & Automatisierung in der öffentlichen Verwaltung

Die öffentliche Verwaltung steht unter Druck. Die Fallzahlen steigen, die Personaldecke wird dünner, und die Erwartungen an digitale Services wachsen. Künstliche Intelligenz in der öffentlichen Verwaltung kann helfen, diesen Spagat zu meistern. Zusammen mit der Automatisierung sichert sie den Betrieb und hebt die Qualität der Arbeit. Dieser Überblick zeigt, was KI und Automatisierung leisten, warum das Thema gerade jetzt zählt und welche Einsatzfelder es gibt.

Zum Beitrag „KI & Automatisierung in der öffentlichen Verwaltung“

Worauf Behörden bei der Automatisierung achten sollten

Die Auswahl der passenden Software folgt klaren Kriterien. Sieben Punkte verdienen besondere Aufmerksamkeit. 

  • Bedienung ohne Programmierung, damit Fachbereiche selbst handlungsfähig werden. 
  • Rechtssicherheit und Revisionssicherheit der Abläufe. 
  • Datenschutz nach DSGVO, idealerweise mit lokalem Betrieb. 
  • Digitale Souveränität ohne Abhängigkeit von einem einzigen Anbieter. 
  • Anbindung an E-Akte und Fachverfahren sowie an OZG-Standards wie FIT-Connect, xRechnung und beBPo. 
  • Fertige, in der Verwaltung erprobte Prozessvorlagen für einen schnellen Start. 
  • Barrierefreiheit. 

Ein Werkzeug, das diese Kriterien erfüllt, macht die Einführung planbar. 

VIS-NoCode:
No-Code-Software für die Verwaltung

VIS-NoCode ist das No-Code-Add-on der VIS-Suite von PDV. Es automatisiert Verwaltungsprozesse ohne Programmierung, per Drag and Drop. Die Modellierung erfolgt grafisch mit BPMN. Fachbereiche gestalten ihre Abläufe selbst und behalten die Kontrolle. Über 500 fertige BPMN-Prozessvorlagen aus der öffentlichen Verwaltung beschleunigen den Start. VIS-NoCode ist OZG-ready. FIT-Connect gehört zum Lieferumfang, und Konnektoren binden Standards wie beBPo und xRechnung an. 

Als Datendrehscheibe tauscht die Lösung Daten rechtssicher zwischen Bund, Ländern und Kommunen aus. VIS-NoCode arbeitet direkt in der VIS-Suite und in der E-Akte. So bleiben die Abläufe medienbruchfrei. Wer zusätzlich künstliche Intelligenz nutzen möchte, kombiniert VIS-NoCode mit VIS-GenAI. Die KI übernimmt dann Aufgaben wie die automatische Klassifizierung von Dokumenten direkt im Prozess. 

Ein Beispiel aus der Praxis zeigt den Nutzen. Eine neue Förderrichtlinie führt zu 1.000 Online-Anträgen. Über FIT-Connect landen diese Anträge automatisch in der richtigen Akte. Fehlt eine Akte, legt das System sie selbst an. Einmal modelliert, läuft der Prozess selbstständig. 

Unterstützung bei Automatisierung & KI

VIS-NoCode

VIS-NoCode automatisiert Verwaltungsprozesse auf zwei Wegen: vorkonfigurierte Plug-ins decken Standardprozesse wie FIT-Connect, beBPo oder xRechnung ohne grafische Modellierung ab, das Add-on modelliert individuelle Abläufe per Drag & Drop – ganz ohne Programmierkenntnisse. Über 500 BPMN-Prozessvorlagen aus der öffentlichen Verwaltung liefern einen erprobten Startpunkt. Die Plattform arbeitet mandanten- und serverübergreifend, erfüllt Datenschutzstandards und bleibt technologisch souverän. Erfahren Sie, wie VIS-NoCode Ihre Fachbereiche entlastet und Prozesse rechtssicher digitalisiert.

PDV VIS NoCode Produkt Prozessautomatisierung

VIS-GenAI

VIS-GenAI integriert KI direkt in Ihre VIS-Suite – ohne Systemwechsel und Medienbrüche. Sie durchsuchen Dokumente per Chat, lassen Sitzungen automatisch transkribieren, fassen Akten und Vorgänge zusammen und nutzen KI-Funktionen in Word und Outlook. VIS-GenAI NoCode automatisiert zusätzlich Dokumentklassifizierung und Metadatenpflege. Ihr bestehendes Rechtekonzept bleibt vollständig erhalten, Daten laufen bei Bedarf 100 % lokal. Erfahren Sie, wie VIS-GenAI Ihr Informationsmanagement rechtssicher und effizient macht.

VIS-Suite

Die VIS-Suite verbindet Verwaltungseinheiten, Bürger:innen und Unternehmen medienbruchfrei über eine modulare ECM-Plattform. Sie erfassen, bearbeiten, verteilen und archivieren Dokumente in einem System – GOBD-zertifiziert und ausgelegt für den 365/24/7-Betrieb. Passende Clients wie VIS-Go! oder der WebClient decken jede Arbeitssituation ab. Add-ons wie VIS-NoCode und VIS-GenAI automatisieren Prozesse und ergänzen rechtekonforme KI-Funktionen. Kollaboratives Arbeiten mit Collabora Online läuft unter voller Datenhoheit. Entdecken Sie, wie die VIS-Suite Ihre Verwaltungsarbeit vereinfacht.

Fazit 

Software für die Automatisierung reicht von RPA über BPM bis zu No-Code. Für die öffentliche Verwaltung bildet No-Code den pragmatischsten Weg, weil Fachbereiche ihre Prozesse ohne Programmierung selbst automatisieren. 

Entscheidend bleiben Souveränität, Rechtssicherheit und die Anbindung an bestehende Systeme. VIS-NoCode vereint diese Anforderungen in einer Lösung für die Verwaltung. 

Sehen Sie, wie VIS-NoCode Verwaltungsprozesse ohne Programmierung automatisiert. Laden Sie die Produktunterlagen herunter oder sprechen Sie uns an. 

Häufige Fragen 

Was ist Software für die Automatisierung? 

Software für die Automatisierung führt wiederkehrende Aufgaben und Arbeitsabläufe selbstständig aus und entlastet so die Mitarbeitenden. 

Was ist ein No-Code-Tool? 

Ein No-Code-Tool automatisiert Abläufe ohne Programmierung. Anwender gestalten die Prozesse über eine visuelle Oberfläche per Drag and Drop. 

Was ist der Unterschied zwischen No-Code und Low-Code? 

No-Code kommt ganz ohne Programmierung aus. Low-Code arbeitet ebenfalls visuell, lässt aber zusätzlich eigenen Programmcode zu. 

Ist No-Code für die öffentliche Verwaltung sicher und DSGVO-konform? 

Ja, sofern die Lösung Rechtssicherheit, Datenschutz und einen möglichst lokalen Betrieb bietet. VIS-NoCode erfüllt diese Anforderungen und arbeitet medienbruchfrei in der E-Akte. 

Braucht man für Automatisierung Programmierkenntnisse? 

Nein. Mit einem No-Code-Tool automatisieren Fachbereiche ihre Abläufe selbst. Für Anbindung, Test und Betrieb hilft dennoch die Unterstützung der IT. 

Kontakt Newsletter