Plattform zum Wissenstransfer – 15. Anwenderforum der PDV-Systeme

multifunktionsarena

Aus 14 Bundesländern angereist, trafen sich im November 2016 in Erfurt 128 IT-Verantwortliche aus öffentlichen Verwaltungen des Bundes, der Länder und Kommunen sowie Vertreter der Justiz, Polizei und Kirchen. Abteilungs-, Referats- sowie Projektleiter tauschten in der Landeshauptstadt Thüringens ihre Erfahrungen bei der Einführung von Verwaltungsinformationssystemen (VIS) aus. Gleichzeitig nutzten sie die Chance, sich direkt beim Hersteller über die Weiterentwicklung der Produktlinie VIS-Suite zu informieren. Während einer begleitenden Ausstellung konnten die Teilnehmer Live-Präsentationen an den Ständen der PDV-Systeme und der Partnerunternehmen erleben.

Treffen in der Multifunktionsarena

Veranstalter des 15. PDV-Anwenderforums war die PDV-Systeme GmbH. Die alljährlich stattfindende Fachveranstaltung mit dem thematischen Schwerpunkt der elektronischen Aktenführung und Schriftgutverwaltung hat mittlerweile Tradition und einen guten Ruf. Tagungsort 2016 war die gerade fertiggestellte Multifunktionsarena im Erfurter Steigerwald-Stadion. Für die Stadt und den Veranstalter eine Premiere; und eine gelungene, wie das durchweg positive Feedback der Teilnehmer zeigte.



Eröffnung durch Oberbürgermeister

Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein begrüßte die 128 Teilnehmer des Anwenderforums. Nicht nur das Tagungsprogramm, sondern auch die Arena bot viel Raum für individuelle Gespräche zwischen den Anwendern untereinander, aber auch mit den Mitarbeitern und dem Management der PDV-Systeme.

PDV-Geschäftsführer Dirk Nerling zog in seinem Eröffnungsvortrag mit den aktuellen Zahlen zur Geschäftsentwicklung eine positive Bilanz und gab Einblicke in die Unternehmensstrategie bis zum Jahr 2020. An zwei Tagen berichteten Kunden und Partner von ihren Praxiserfahrungen bei der Digitalisierung ihrer Behörden in Justiz und Verwaltung. Einige Beiträge haben wir in der vorliegenden Ausgabe der PDVNEWS veröffentlicht.

Vorträge fanden großes Interesse

Mit Spannung erwarteten die Tagungsteilnehmer die Präsentation zu den neuesten VIS-Entwicklungen. Maik Hofmann, Product Manager der PDV-Systeme GmbH, hielt dazu einen Vortrag und demonstrierte anschließend auch am Messetand des Unternehmens persönlich die neuesten Features. Es wurde deutlich, dass sich die Weiterentwicklung der VIS-Suite sowohl an den aktuellen Anforderungen der VIS-Anwender als auch an den sich abzeichnenden technologischen Trends orientiert. Der Vortragende ging u. a. auf mobiles Arbeiten, Cloud und die Kopplung zu Fachverfahren ein. Im Fokus stehen weiterhin nutzerorientierte Anwendungen, die einfach zu bedienen sind und den Nutzern praktischen Mehrwert für die tägliche Arbeit bieten. So ermöglicht die digitale Aktentasche beispielsweise Anwendern im Außendienst einen schnellen Zugriff auf benötigte Informationen und unterstützt sie effizient bei der Aufgabenerledigung. Auch die digitale Aktentasche wurde am Ausstellungsstand der PDV-Systeme live präsentiert.

Justiz- versus Verwaltungsakte?

Spannend war auch wieder die Podiumsdiskussion. Wie in den Vorjahren, moderiert durch einen erfahrenen Journalisten. Guido Gehrt, Leitender Redakteur des „Behörden Spiegel“, beleuchtete gemeinsam mit fünf Experten kritisch die Gemeinsamkeiten und Besonderheiten der Digitalisierung von Arbeitsprozessen in der Allgemeinen Verwaltung und Justiz. Andreas Werner, Prokurist der PDV-Systeme, betonte in der Diskussion besonders die aus seiner Sicht verbindenden Elemente zwischen den Branchen.

Resümee

Am Ende des zweiten Veranstaltungstages zog PDV-Geschäftsführer Dirk Nerling ein positives Fazit. Die zahlreichen praxisorientierten Vorträge und die sich anschließenden Gesprächsrunden trugen dazu bei, dass die Teilnehmer wichtige verwertbare Erkenntnisse für ihre Projekte zur Digitalisierung von Verwaltungsarbeit mit nach Hause nehmen konnten. Als Resümee wurden insbesondere drei Erkenntnisse herausgearbeitet: Im Interesse einer modernen Verwaltung muss zum einen das Ressortdenken überwunden werden. Zum anderen kommen die Effekte der Digitalisierung erst dann zum Tragen, wenn zusammenhängende Prozesse möglichst vollständig und medienbruchfrei digitalisiert werden. Und last, but not least ist das Gelingen der Verwaltungsmodernisierung entscheidend davon abhängig, wie es gelingt, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Anfang an in den Veränderungsprozess einzubeziehen und sie für die digitale Verwaltungsarbeit zu begeistern.